Samstag, 23. April 2011

Schlaganfall – Fallbeispiel 1

Eine wahre Geschichte

An einem fröhlichen Grillabend mit Familie und Freunden stolperte die 59jährige Ilse und fiel hin! Sofort wurde ihr angeboten, einen Rettungswagen zu rufen, doch Ilse verneinte vehement und versicherte allen, dass sie lediglich über eine Rasenkante gestolpert sei und es ihr gut gehe.
Da sie äußerst blass und zittrig war, half man ihr auf sowie beim säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Der Rest des Abends war für Ilse dann noch äußerst fröhlich und der Sturz bald vergessen.
Später rief Ilses Ehemann noch bei allen an, um sie darüber zu informieren, dass Ilse doch noch ins Krankenhaus gebracht worden war.

Um Mitternacht herum verstarb Ilse – sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall bzw. die Vorstufe, eine sogenannte TIA (transitorische ischämische Attacke), erlitten, die in ca. 80% aller Fälle einem Schlaganfall vorausgeht.
Hätten ihr Ehemann und ihre Freunde gewusst, wie man die Symptome eines Schlaganfalles bzw. dessen Vorstufe erkennt, könnte Ilse heute noch leben …!

Ein Schlaganfall ist IMMER ein AKUTER Notfall!
Manche Menschen sterben nicht sofort, sondern bleiben oft noch lange in einer auf Hilfe angewiesenen, hoffnungslosen Situation!
Das „Zeitfenster“ nach einem akuten Schlaganfall bis hin zur „Irreversibilität“, d.h. der Unmöglichkeit den Schaden einzugrenzen, liegt bei ca. 4 Stunden.
Neurologen sagen, dass sie – wenn sie innerhalb eines Zeitfensters von 3 Stunden ein Schlaganfallopfer behandeln können – die Auswirkungen nahezu aufheben können!
Ein Schlaganfall oder seine „Vorboten“ (siehe TIA) müssten nur rechtzeitig erkannt und ernst genommen werden!
Lesen Sie weiter unter
- Schlaganfall – wie man einen Schlaganfall erkennen kann!
- Die Deutsche Gesellschaft für Schlaganfälle – Schlaganfall ist immer NOTFALL!
- Fallbeispiel 2 – noch eine wahre Geschichte!
- Fallbeispiel 3 – und noch eine wahre Geschichte!

Ihr T. Matreitz

Schlaganfall – Symptome erkennen und ernst nehmen!

Doch wie kann man einen Schlaganfall „diagnostizieren“??? 
Zunächst erst einmal ein Grundsatz in der Ersten-Hilfe: SIE SOLLEN NIEMALS DIAGNOSTIZIEREN!!!
Viele Leute haben nämlich genau davor Angst, dass die eine plötzliche Erkrankung oder einen Notfall nicht richtig erkennen! Ein Ersthelfer soll immer nur die Symptome, die der jeweilige Patient zeigt, beschreiben und einordnen – welche Erkrankung oder welcher Notfall konkret dahintersteckt ist vollkommen gleichgültig!
Für den „Schlaganfall“ – hinter dessen Bezeichnung auch noch viele Untergruppen wie z.B. „blutiger“ oder „unblutiger“ Schlaganfall usw. usw. stecken – gibt es ein paar einfache Symptome, die jedermann erkennen bzw. erfragen und beschreiben kann.
WICHTIG ist dabei, diese Symptome SOFORT ernst und akut zu nehmen und den Rettungsdienst (112) anzufordern! Ein Schlaganfall oder auch nur der Verdacht auf eine Vorstufe (siehe TIA) ist immer ein NOTFALL!
Folgende Symptome – dargestellt in einer Grafik der Techniker Krankenkasse – sind akute Alarmsignale, die umgehende zur Anforderung des Rettungsdienstes (112) führen sollten: 

Zusätzlich zu den hier aufgeführten und abgebildeten Alarmsignalen oder auch anstelle dessen, wenn z.B. nur eine kurze „Vorattacke“ stattgefunden hat, können folgende 
5 Schritte zur Überprüfung auf ein eventuelles Schlaganfall-Geschehen 
durchgeführt werden:
1. Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln! 
Sie wird es nicht schaffen bzw. der Mund und das Gesicht sich bei dem Versuch zu Lächeln unnatürlich verziehen!
2. Bitten Sie die Person einen einfachen Satz NACHZUSPRECHEN! 
      Z.B. „Das Wetter draußen ist heute sehr schön!“ Sie wird es nicht schaffen, da die Signale vom Hören über das Verarbeiten bis hin zum Wieder-Aussprechen so viele Gehirnbereiche passieren müssen, dass ein von einem  Schlaganfall betroffener Bereich diese Signale unterbrechen würde! CAVE: das Bilden von Sätzen selbst, kann durchaus noch erhalten sein!
3. Bitten Sie die Person beide Arme anzuheben und zu halten!
Sie wird es nicht oder nur teilweise schaffen; bzw. der Arm auf der betroffenen Seite wird immer wieder recht schnell absinken!
4. Bitten Sie die Person die Zunge rauszustrecken!
Die Zunge würde sich bei einem Schlaganfall-Geschehen z.B. zur betroffenen Seite hin krümmen bzw. sich von einer Seite zur anderen winden.
5. Bitten Sie den Patienten Ihnen beide Hände zu reichen!
Überkreuzen Sie dabei Ihre Hände („Kreuzgriff“) und bitten Sie den Patienten dann, nacheinander erst die eine, dann die andere und zu Guter Letzt BEIDE Hände kräftig zu drücken. Bei einem Schlaganfall-Geschehen können Sie einen deutlichen Kraftunterschied zwischen beiden Händen feststellen.

Ein Schlaganfall ist IMMER ein AKUTER Notfall!
Manche Menschen sterben nicht sofort, sondern bleiben oft noch lange in einer auf Hilfe angewiesenen, hoffnungslosen Situation!
Das „Zeitfenster“ nach einem akuten Schlaganfall bis hin zur „Irreversibilität“, d.h. der Unmöglichkeit den Schaden einzugrenzen, liegt bei ca. 4 Stunden.
Neurologen sagen, dass sie – wenn sie innerhalb eines Zeitfensters von 3 Stunden ein Schlaganfallopfer behandeln können – die Auswirkungen nahezu aufheben können!
Ein Schlaganfall oder seine „Vorboten“ (siehe TIA) müssten nur rechtzeitig erkannt und ernst genommen werden!
Lesen Sie weiter unter
- Die Deutsche Gesellschaft für Schlaganfälle – Schlaganfall ist immer NOTFALL!
- Fallbeispiel 1 – eine wahre Geschichte!
- Fallbeispiel 2 – noch eine wahre Geschichte!
- Fallbeispiel 3 – und noch eine wahre Geschichte!

Ihr T. Matreitz

Donnerstag, 21. April 2011

ErsteHilfe.de.to ...

, die diesem Blog übergeordnete Internetseite www.ErsteHilfe.de.to wurde komplett überarbeitet und neustrukturiert!
Sie finden hier nun umfangreiche formelle und organisatorische Informationen sowie Links zu DIESEM Blog, wie auch zu weiteren Blogs und Internetseiten.
Viel Freude beim Stöbern!

Herzlich Willkommen auf "www.EH-Matreitz.blogspot.com"!!!

In diesem Blog finden Sie Informationen rund um das Thema "Erste-Hilfe" mit vielen Hintergrundinformationen, weiterführenden Links usw. sowie der Möglichkeit, auch Fragen zu stellen.

Dieser Blog (www.EH-Matreitz.blogspot.com) ist nur ein Teil der Internetpräsenz, die ich zusammen mit meinem Ausbilderteam "MaBeRi" für Veröffentlichungen zum Fachbereich "Erste-Hilfe" - aber hier und da auch darüber hinaus - betreibe!
Den Impuls zu dieser Internetpräsenz erhielt ich im Rahmen meiner Ausbildertätigkeit für das DRK Bochum seit 2004.
Viele TeinehmerInnen fragten nach Möglichkeiten zur Nachlese, Kontaktaufnahme für "Auffrischungen" usw.; irgendwann war dann die Idee geboren, eine "eigene" Internetpräsenz einzurichten, die ich bzw. WIR als BG-lizensierte Erste-Hilfe-Ausbilder, Rettungsdienstler und Medizinstudent "bedenkenlos" empfehlen bzw. entsprechend der jeweils akutellen Bestimmungen auch "up-to-date" halten kann.

Die komplette "Erste-Hilfe-Internetpräsenz" besteht aus:
  • www.ErsteHilfe.de.to - der Internetseite, die allem übergeordnet ist und auch viele formelle und organisatorische Informationen sowie umfangreiche Möglichkeiten zur Kontaktierung oder Kursanfrage gibt. 
  • www.EH-Matreitz.blogspot.com - dem Blog mit inhaltlichen Fragen rund um die Erste-Hilfe, d.h. aus ALLEN Themengebieten.
  • www.30zu2.blogspot.com - dem Blog, der sich SPEZIELL mit der Laienreanimation und -defibrillation beschäftigt sowie
  • maberi@gmx.de - der eMail-Adresse für Kursanfragen, Tipps, Hinweisen etc.! 
Natürlich ersetzt keine dieser Seiten einen Erste-Hilfe-Kurs mit u.a. den praktischen Übungen!

Viel Spaß beim Lesen, Recherchieren und Lernen wünscht

Ihr T. Matreitz